Düren

Wir begrüssen Sie auf der offiziellen Homepage der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Düren

- Löschgruppe Birkesdorf -

 

Wappen Birkesdorf

Wenn sie einen Bewusstlosen Patienten vorfinden oder er während der Maßnahmen bewußtlos wird überprüfen sie als erstes bitte die Atmung wie unter dem Notfallbild “Bewusstlose Person” beschrieben.

Stellen sie fest das keine Atmung vorhanden ist, veranlassen sie sofern nicht schon geschehen, bitte unverzüglich den Notruf und beginnen dann sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung!

Herzdruckmassage
Beatmung

Hierzu den Patienten auf eine harte Unterlage legen (z.B. auf den Boden)

Oberkörper des Patienten soweit freilegen das der Druckpunkt nicht mehr von Kleidung, Schmuck o.ä. bedeckt ist. (Damit es schneller geht dürfen sie die Bekleidung auch mit einer Schere aufschneiden!)

Druckpunkt aufsuchen (den Handballen einer Hand mittig auf den Brustkorb des Patienten legen, Finger abspreizen so dass diese den Brustkorb nicht berühren und die 2. Hand auf die erste Hand legen)

Den Brustkorb jetzt 30 mal ca. 5-6 cm tief eindrücken und zwar so schnell als wenn sie das in einer Minute 100-120 mal schaffen müssten.

Nach den 30 Herzdruckmassagen sofort 2 Beatmungen durchführen. Dazu den Kopf überstrecken (s.a. Atmung kontrollieren) und die Beatmung ohne vorherige Kontrolle der Atmung durchführen.
Ob sie eine Mund-zu-Mund oder eine Mund-zu-Nase Beatmung durchführen wollen liegt bei ihnen. Wichtig die jeweilige andere Atemöffnung während der Beatmung verschließen, damit die Luft nicht wieder entweicht.
Die Luft langsam über ca. eine Sekunde gleichmäßig in den Patienten hinein pusten. Sobald sie merken das der Brustkorb sich hebt ist genug Luft angekommen. Nicht wesentlich mehr Luft hinein pusten, denn zu viel Luft bedeutet, dass ein Teil der Luft in den Magen geraten und es irgendwann zum Erbrechen kommen kann.

Nach den 2 Beatmungen sofort wieder die nächsten 30 Herzdruckmassagen durchführen. Und diesen Rhythmus aus 30 Herzdruckmassagen und 2 Beatmungen setzen sie immer weiter fort ohne Pausen oder Kontrollen.

Wann können sie aufhören?

Hören sie erst damit auf wenn der Rettungsdienst oder ein anderer Ersthelfer sie ablöst. Wenn mehrere Ersthelfer vor Ort sind, sollten sie sich alle 2 Minuten abwechseln.
Sie dürfen natürlich auch zu zweit gleichzeitig arbeiten. Einer führt die Herzdruckmassage durch und der andere die Beatmung und nach ca. 2 Minuten wird gewechselt.
Bei zwei Helfern sollte einer Höhe des Brustkorbes und der andere auf der Gegenüberliegenden Seite in Höhe des Kopfes knien. Der Rhythmus aus 30 Herzdruckmassagen und 2 Beatmungen bleibt bestehen.
Damit der Helfer der die Beatmung durchführt mitbekommt, dass er gleich mit der Beatmung dran ist, sollten sie ab der 25. Herzkompression laut mitzählen. Die Beatmung sollte sofort nach Beendigung der 30. Herzdruckmassage erfolgen - möglichst keine Pausen dazwischen machen.

Sollten sie alleine sein und bleiben und ihnen schwinden die Kräfte dürfen sie natürlich auch aufhören. Ihnen sollte aber klar sein, was das für den Patienten bedeutet. Also so lange wie möglich durchhalten!

Aufhören sollten sie auch wenn der Patient wieder Lebenszeichen zeigt. Lebenszeichen sind z.B. wenn der Patient anfängt zu Husten, er sich bewegt oder anfängt zu atmen.
Das der Patient sich bewegt oder hustet merken wir sofort, dass er aber wieder atmet bemerken wird erst bei der Beatmung, da wir jetzt wesentlich stärker Pusten müssen um die Luft in den Patienten zu bekommen. Dieses kann natürlich auch andere Gründe haben wie z.B. das man den Kopf während der Beatmung nicht genügend überstreckt und somit die Zunge für den erhöhten Beatmungsdruck sorgt. Es können aber auch Erbrochenes oder eine Zahnprothese die Ursache sein. Dieses Hindernis müssten wir dann aus dem Mund entfernen. Ist aber weder der Kopf zu wenig überstreckt noch irgendwelche Fremdkörper im Hals-Rachenbereich so wird der Patient höchstwahrscheinlich selber wieder atmen, denn das Gegenatmen des Patienten ist ein Schutzreflex auf die Beatmung durch den Ersthelfer. Also noch einmal die Atmung kontrollieren und wenn sie vorhanden ist, der Patient aber trotzdem Bewusstlos bleibt, drehen sie ihn bitte in die stabile Seitenlage.

 

Besonderheiten bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung:

Sollte der Patient aufgrund einer Kopf- oder Gesichtsverletzung stark bluten und sie bekommen das Blut im Bereich von Mund und Nase nicht entfernt, kann keiner von ihnen verlangen eine Beatmung durch zu führen, da ein Risiko besteht sich bei dem Patienten mit einer ansteckenden Krankheit zu infizieren (vorausgesetzt der Patient hat überhaupt eine ansteckende Krankheit!)
Zu diesem Zweck gibt es Atemhilfsmasken in den unterschiedlichsten Ausführungen. Diese verhindern ein Kontakt mit Blut und anderen Sekreten des Patienten während der Beatmung und sind deswegen jedem zu empfehlen. Diese sind aber leider nicht Bestandteil eines Verbandkastens, sondern müssen selber erworben werden.
Unterschiedliche Modelle sind unten Beispielhaft auf den Bildern dargestellt. Sie bekommen diese o.ä. Atemhilfsmasken in Apotheken und Sanitätshäusern. Diese sind zwar meistens nicht vorrätig, da die Nachfrage zu gering ist, können aber ohne Probleme bestellt werden.

Beatmungshilfe Maske mit Ventil

Bild links: Beatmungsmaske ähnlich der des Rettungsdienstes

Bild mitte: Beatmungsfolie mit Flies

Beatmungsfolie mit Flies

Bild rechts: Beatmungsfolie mit Ventil

Beatmungsfolie mit Ventil

Wenn der Patient aufgrund dieser starken Blutung nicht beatmet werden kann und auch keine Atemhilfsmaske vor Ort ist führen sie aber bitte trotzdem auf jeden Fall die Herzdruckmassage durch! Diese dann aber bitte Kontinuierlich durchführen. (d.h.  keine Pause nach 30 Herzdruckmassagen einlegen sondern immer weiter drücken!)

 

!!! Wichtig !!!

Die Herz-Lungen-Wiederbelebung ist mit die wichtigste Tätigkeit eines Ersthelfers und für den Patienten Überlebenswichtig! Darum sollten sie diese hier Beschriebene Technik der Herz-Lungen-Wiederbelebung regelmäßig im Rahmen eines Erste-Hilfe-Kurses üben und auffrischen.

Bei einer Herz-Lungen Wiederbelebung können sie im Bedarfsfall und bei Unsicherheit die Mitarbeiter der Rettungsleitstelle befragen, die dann die von ihnen durchgeführte Herz-Lungen-Wiederbelebung telefonisch begleiten.

 

 

Zuletzt geändert am Donnerstag, 2. Oktober 2014