Düren

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- Löschgruppe Birkesdorf -

 

Wappen Birkesdorf

Feuerlöscher

Ein Feuer kann entstehen und brennen, wenn brennbares Material, Sauerstoff und eine Zündenergie vorhanden sind. Fehlt nur eines der drei Dinge, kann kein Feuer bestehen. Darauf beruht die Wirkung des Feuerlöschers, indem er nämlich als Wasserlöscher, Pulverlöscher, Schaumlöscher und Kohlendioxidlöscher dem Feuer buchstäblich die Luft (also den Sauerstoff) entzieht oder die Flammen durch Wasser, Schaum oder Pulver erstickt. Eines haben alle Feuerlöscher gemeinsam: die Löschmittel müssen beim Einsatz unter Druck stehen. Dabei unterscheidet man zwischen Dauerdrucklöscher und Aufladelöscher.

Beim Dauerdrucklöscher befindet sich das Treibmittel direkt im Löschmittelbehälter zusammen mit dem Löschmittel (Pulver oder Schaum). Dieses System ist anfälliger gegen Druckverlust durch Dichtungsmängel und aufwendiger zu warten. Da es jedoch billiger ist, findet es sich nach wie vor in den Standardfeuerlöschern in Büros, Hotels und Haushalten. Auch bei Autofeuerlöschern sind Dauerdrucklöscher aus Platzspargründen weiterhin im Einsatz. Bei einem Aufladelöscher befindet sich das Treibmittel nämlich in einer separaten Flasche. Dieses System ist modern und wartungsfreundlich, aber wie gesagt teurer.

 

Brandklassen und Löschmittel

Verschiedene Materialien erfordern verschiedene Löschmittel. Alles was Brennen kann, wird daher einer Brandklasse zugeteilt. Insgesamt gibt es fünf Brandklassen:


Brandklasse A                                       Brandklasse B                                       Brandklasse C                                       Brandklasse D                                       Brandklasse F

An diesen Piktogrammen können sie erkennen, für welche Brandklasse der Feuerlöscher geeignet ist. Sie können von der Farbgestaltung her abweichen, zeigen aber das gleiche Motiv.

Brandklassen

Brennstoff

Beispiele

Löschmitttel

Hinweis

A

feste Stoffe

Holz, Kohle, Papier, Heu, Stroh, Kunststoffe, Stoff ...

Wasser, wässrige Lösungen, Schaum, ABC-Pulver, Gase, Löschdecke

 

B

flüssige oder flüssig werdende Stoffe

Benzin, Alkohol, Teer, Wachs, viele Kunststoffe, Lacke, Harz ...

Schaum, ABC-Pulver, BC-Pulver, Kohlenstoffdioxid, Löschdecke

auch Stoffe, die durch die Temperaturerhöhung flüssig werden

C

gasförmige Stoffe

Acetylen, Wasserstoff, Erdgas, Methan, Propan, Stadtgas ...

ABC-Pulver, BC-Pulver, Gaszufuhr durch Abschiebern der Leitung unterbinden

Brände von Gasen in der Regel erst dann löschen wenn die Gaszufuhr unterbunden werden kann, da sich sonst ein explosionsfähiges Gas-Luft-Gemsich bilden kann.

D

Brände von Metallen

Aluminium, Magnesium, Natrium, Kalium, Lithium und deren Legierungen

D-Pulver, trockener Sand, trockenes Streu- oder Viehsalz, trockener Zement, Grauguss-Späne

Bei Bränden niemals Wasser als Löschmittel verwenden. Explosionsgefahr!

F

Brände von Fetten und Ölen

Speiseöle und -fette

F-Pulver, ABC- und BC-Pulver (nur bedingt)

Bei Bränden niemals Wasser als Löschmittel verwenden sonst schlagartige Brandausbreitung durch Fettexplosion!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wasserlöscher

Der Wasserlöscher ist nur für Brände der Klasse A geeignet. Wasser hat eine recht hohe Oberflächenspannung und es kann gefrieren. Diese Nachteile  können durch Zusätze wie Tenside, verschiedene anorganische Salze wie Pottasche, Magnesium-, Calcium- und Natriumchlorid, Alkohole und diverse Tonarten ausgeglichen werden. Dadurch werden sogar die Löscheigenschaften verbessert. Wasser kann Wärme binden. Auf diesem  Prinzip beruht seine Löschwirkung. Durch Abkühlung werden die Reaktionsbedingungen der Verbrennung gestört und die weitere thermische Aufbereitung brennbarer Stoffe behindert. Die Zufuhr brennbarer Gase und Dämpfe versiegt.
 

Pulverlöscher

Am universellsten einsetzbar sind Pulverlöscher. Sie sind für die Brandklassen A, B und C zugelassen und können gegen fast alle Brandrisiken des täglichen Lebens eingesetzt werden. Bei Glutbränden der Brandklasse A bildet sich durch ABC-Feuerlöschpulver eine Schmelzschicht aus, die eine Isolier- und Sperrwirkung entfaltet. Es gelangt kein Sauerstoff mehr in den Brandherd, die Brandumgebung wird nicht mehr aufgeheizt und Rückzündungen werden unterbunden. Bei Flammenbränden der Brandklassen B und C greift das Pulver direkt in den Reaktionsablauf der Verbrennung ein und verursacht eine Kettenabbruchreaktion.
Pulverlöscher zeichnen sich durch einen schlagartig eintretenden Löscheffekt und hohe Löschleistung aus. Er wird daher häufig in Öffentlichen Bereichen eingesetzt, bei Autofeuerlöschern, in Heizungskellern und vielen anderen Einsatzgebieten, bei denen ein möglichst umfassender Schutz  gewährleistet werden soll. Auch wenn die Ursache des Feuers nicht  bekannt ist oder vielfältig sein kann, wird Pulver verwendet. Pulver hat allerdings den Nachteil, dass die ganze Umgebung damit "eingestaubt" wird. Der Einsatz in der Privatwohnung ist daher nicht empfehlenswert. Auch für EDV-Anlagen und Arztpraxen sollte man ein anderes Löschmittel wählen, da der Staub die hochempfindlichen Geräte beschädigen kann.
 

Schaumlöscher

Schaumlöscher sind für die Brandklassen A und B zugelassen. Sie eignen sich vor allem bei Oberflächenbränden; bei Tropfbränden sind sie dagegen praktisch  wirkungslos. Schaumlöschmittel bilden auf brennbaren Flüssigkeiten, die leichter als Wasser sind, eine gasdichte Schaumdecke. Diese Schaumdecke breitet sich über die gesamte Oberfläche aus und erstickt das Feuer. Durch die hohe Netzwirkung, verbunden mit dem Kühleffekt, eignet sich Schaum jedoch auch bei Bränden fester Stoffe der Brandklasse A. Da der Löschschaum für die Gesundheit unbedenklich und biologisch abbaubar ist, eignet er sich sehr gut für die private Wohnung. Anders als beim Pulver werden auch die umliegenden Einrichtungsgegenstände durch Schaum weniger beeinträchtigt. Das Feuer kann gezielt bekämpft werden.

 

Kohlendioxidlöscher

Für die Brandklassen B und C sind Kohlendioxidlöscher zugelassen. Aufgrund seiner Löscheigenschaften, wird der CO2-Löscher meist nur in  geschlossenen Räumen eingesetzt. Es löscht durch seine erstickende Wirkung, indem der Luftsauerstoff verdrängt wird. Deshalb müssen alle  Personen rechtzeitig vorher gewarnt und evakuiert werden. Derjenige, der das Feuer löscht, muss einen Atemschutz tragen und mit dem notwendigen  Sauerstoff versorgt werden. Nach Verwendung des Löschmittels muss ausreichend gelüftet werden, bevor ungeschützte Personen den Raum  betreten dürfen.
CO2 ist das sauberste Löschmittel, es löscht rückstandslos. Geeignet ist es daher besonders für den Einsatz in  Großküchen und Imbissbetrieben, da hier Lebensmittel verwendet werden und in Laboratorien, elektrischen Anlagen und EDV-Räumen, um die empfindlichen Geräte zu schonen. In der Privatwohnung ist der Einsatz von Kohlendioxid nicht zu empfehlen, da es für das Löschen von  Feststoffbränden der Brandklasse A nur bedingt geeignet ist. Es besteht die Gefahr, dass das Feuer sich nach dem Löschen wieder entzündet.

 

Neben dem richtigen Feuerlöscher ist aber auch das vorgehen entscheidend. Nehmen sie, wie auf dem Feuerlöscher beschrieben, den Feuerlöscher in Betrieb und beachten dann folgende Regeln:
 

Handhabung Feuerlöscher

 

Bitte auch beachten das Pulverlöscher in geschlossenen Räumen erst benutzt werden sollten, wenn sich keine Personen mehr darin befinden. Denn das Pulver kann Reizungen in den Atemwegen hervorrufen und durch die Pulverwolke kann die Sicht sehr stark eingeschränkt werden so das Personen nichts mehr sehen können und somit sehr schnell die Orientierung verlieren.

Die Einsatzzeit eines Feuerlöschers ist bei Dauerabgabe des Pulvers sehr begrenzt, wie die folgende Faustregel darstellt:

1 + 2 Kg Pulverlöscher - Einsatzzeit ca. 2-4 Sekunden
      6 Kg Pulverlöscher - Einsatzzeit ca. 10 Sekunden
    12 Kg Pulverlöscher - Einsatzzeit ca. 18 Sekunden

Darum sollten bei Löschversuchen das Pulver stossweise abgegeben werden!

Bei der Bekämpfung von Flüssigkeitsbränden ist darauf zu  achten, dass die Löschmittelauswurfvorrichtung nicht zu dicht und nicht direkt in die Flüssigkeit gehalten wird.
Es besteht die Gefahr, dass die brennende Flüssigkeit herausgeschleudert wird und es zur Brandausbreitung und Brandverletzungen kommt. Nur die Löschmittelwolke löscht das Feuer, nicht der Druck mit dem das Löschmittel aufgebracht wird!

 

 

Zuletzt geändert am Donnerstag, 2. Oktober 2014